VW-MAN Sammlung, geplante Stiftung

Aus einem einzigen LKW VW-MAN 6.90 im Frührjahr 2012 ist bis Ende 2017 eine umfangreiche Sammlung entstanden. Diese Sammlung umfaßt auch einige "große" MAN, passende Anhänger und andere historische Technik. Die Sammlung befindet sich in Privatbesitz. Die Überführung in eine Stiftung erscheint mir zweckmäßg, um die Sammlung langfristig zu erhalten und anderen Personen, natürlich wie juristisch, eine Beteiligung zu ermöglichen.

Grundzüge des Stiftungsvertrages

Zweck der Stiftung: Erhalt der VW-MAN Nutzfahrzeuge und anderer historischer Technik und Gewährleistung der Präsenz in der Öffentlichkeit durch im Umfang begrenzte Einsätze zum ursprünglichen Verwendungszweck, auch durch Präsenz auf Oldtimer-Treffen und in der eigenen Ausstellung.

Jedem Stifter, der ein Fahrzeug oder Geld oder Arbeitsleistung einbringt, wird ein entsprechendes Kontingent an Fahrleistung und Nutzungsdauer eines der straßentauglichen Fahrzeuge im Stiftungseigentum zugestanden. Der Verrechnungssatzs ist noch genauer zu kalkulieren, und fortlaufend anzupassen an die wirtschaftliche Entwicklung. Als Schätzwert würde ein Stifter mit 0,25 EUR 1 km Fahrleistung (Kraftstoff und Maut sind selbst zu zahlen) und für 40 bis 200 EUR (Fahrzeugtransporter z.B. etwa 40 bis 80 EUR) einen Tag Nutzung erwerben. Die Abrechnung eines Tages erfolgt nach dem höheren Wert von Tagessatz oder Fahrleistung.

Zumindest den Stiftern von Fahrzeugen und Technik sollte ein Mitspracherecht bei Entscheidungen der Stiftung zustehen.

Das Engagement der Stiftung in andere Fahrzeuge, insbesondere in motorisierte Fahrzeuge, und in andere Technik wird im Umfang beschränkt in einem festzulegenden Verhältnis zu den vorhandenen VW-MAN. Insbesondere ein Engagement in MAN, Steyr mit einer Kabinenform wie VW-MAN, in VW mit gleichen oder ähnlichen Teilen wie VW-MAN, in Anhänger und Auflieger und Arbeitsmaschinen, die zu VW-MAN passen, entspricht dem Stiftungszweck.

Die Stiftung kann für die Unterbringung der Fahrzeuge Immobilien mieten, pachten oder selbst erwerben und betreiben. Die Vermietung / Verpachtung ist erlaubt zur Finanzierung der Stíftung.

Handel mit Fahrzeugen, Technik und Ersatzteilen sowie deren Herstellung ist zur Finanzierung der Stiftung und zur Versorgung von VW-MAN Nutzern und Liebhabern erlaubt.

Persönliche Vorlieben und ihre Gründe

Ich bevorzuge die Ausführungen / Baujahre mit runden Scheinwerfern, weil die Scheinwerfer oberhalb der Stoßstange relativ geschützt untergebracht sind, auch über vorgebaute Arbeitsgeräte wie Schneeschieber hinweg leuchten. Diese Stahlstoßstange kann bedenkenlos zum gefühlvollen Schubsen von Anhängern und Staplern verwendet werden.

Ich bevorzuge die Baujahre mit kantigem Armaturenbrett, etwa ab 1983, weil es als Ablage taugt und das Handschuhfach weit größer ist als bei den älteren.

Ich bevorzuge die .136 gegenüber .90, weil sie speziell im Gebirge merklich flitziger und insgesamt leistungsfähiger sind. Ich war mit 6.90 rot Pritsche mehrfach in den Alpen, habe 8.136 blau Ladebordwand + TL7 als nahezu voll beladenen Lastzug mit rund 15 t Gesamtmasse von Deggendorf über Hof nach Nienburg(Saale) gefahren. Auch die .90 Vierzylinder schnurren schön, meinte sogar eine Freundin.

VW-MAN technische Details, Unterschiede

Die folgenden Informationen sind nicht von MAN autorisiert sondern basieren auf meinen eigenen Erfahrungen, auf Unterlagenstudium, praktischem Ansehen und Gesprächen. Sie beziehen sich auf die hinterachsgetriebenen, also nicht auf Allrad.

Vorderachse

Es gibt nur zwei verschiedene Vorderachsen. Die xxx haben die 6., die xxx die 8., 9., 10..

Die Blattfedern unterscheiden sich je nach zulässiger Gesamtmasse. Luftfederung der Vorderachse ist mir unbekannt.

Hinterachse

Es gibt mehrere Typen, aber wohl nur zwei verschiedene Achslasten, abhängig vom Baujahr. NACHTRAGEN.

Die VW-Hinterachsen erlauben nur 16.000 oder 16.250 kg Zuggesamtmasse, die selteneren Rockwell-Achsen 18.000 kg.

Es gibt 3 Übersetzungen. Die langsame erreicht etwa 92 km/h und ist für überwiegend Anhängerbetrieb im Gebirge sinnvoll. Die mittlere erreicht etwa 104 km/h und ist meiner Meinung nach der beste Kompromiß. Sie erlaubt 80 km/h am Ende des (gestrichelt) grünen Bereiches und bietet doch noch eine feine Getriebestufung. Die schnelle erreicht etwa 115 km/h und sollte eher für LKW solo verwendet werden, findet sich aber auch an LKW mit Luftbremse, die dann als 16 t Lastzug unterwegs sind.

Es gibt eine Differentialsperre, aber die ist selten zu finden.

Die Blattfedern unterscheiden sich je nach Gesamtmasse. Es gibt Luftfederung, die aber nur teilweise mit einem manuellen Höhensteller kombiniert ist.

Feststellbremse

Die .90 und .136 haben Federspeicher am Rahmen vor der Hinterachse, der/die über Seilzüge wirken. Vermutlich ist ohne Anhänger-Luftbremse immer ein großer Federspeicher verbaut, der über Ausgleichsbalken an beiden Seilen zieht. Mit Anhänger-Luftbremse sind auf jeden Fall zwei kleinere Federspeicher verbaut, die auf einen gemeinsamen Balken wirken, von dem die Seile ausgehen. Man hätte besser einen Federspeicher pro Seil verbaut, meine ich.

Die .100 und .150 haben kombinierte Federspeicher-Betriebsbremszylinder direkt an jedem Rad im ungefederten Bereich.

Betriebsbremse

Die .90 und .136 haben eine Druckluftbremse mit hydraulischer Übertragung auf die Räder. Ohne Druck in den Behältern wirkt die Betriebsbremse nicht. Die hydraulischen Bremsrohre sind eine beliebte Roststelle. Es gibt zwei Bremszylinder (druckluftbetätiger Hydraulikzylinder) vor dem rechten Vorderrad.

Die .100 und .150 haben eine reine Druckluftbremse mit Bremszylindern an den Rädern.

Kupplung

Es gibt 3 Durchmesser. Der größte findet sich jedenfalls zusammen mit Anhänger-Luftbremse.

Anhänger-Luftbremse

Ich habe bisher nur Zweileiter-Anschlüsse gesehen.

Teilweise gilt "Feststellbremse steuert nicht den Anhänger", wie es in der alten Betriebsanleitung steht. Ich habe aber das allgemein übliche Gegenteil auch schon bei den Rundaugen gesehen, sogar kombiniert mit einem federrückgestellten Drehknopf zum versuchsweisen Lösen der Anhänger-Bremse bei festgestelltem Zugfahrzeug. (Test ob der Lastzug am Berg allein durch Federspeicher des Zugfahrzeugs gehalten wird.)

Luftansaugding

Dieser Gröbstfilterbehälter sitzt auf dem Rohr in unterschiedlicher Höhe hinter der Kabine. Die Breite beim .90 und .100 beträgt nur 2/3 der Breite beim .136 und .150.

Motoren

NACHTRAGEN .90 .136 .100 .150

Bereifung, Felgen

Die .100 und .150 sind wohl ab Werk mit modernen Formaten wie 205/75R17.5 und 215/75R17.5 ausgerüstet. Die .90 und .136 haben original je nach Gesamtmasse 8R17.5, 8.5R17.5, 9.5R17.5. Moderne 215/75R17.5 können bei ausreichender Tragfähigkeit sogar die 9.5R17.5 ersetzen.

Felgen NACHTRAGEN

Der 10.

Bemerkenswert ist die Formulierung in den offiziellen Dokumenten "VW-MAN <dies und das> und MAN 10.xxx. Wollte VW keine Verantwortung für den 10er?

ALB

Die Betriebsanleitung behauptet, beide Achsen hätten eine automatische lastabhängige Bremskraftregelung. Das kann ich nicht bestätigen. Ich kenne ALB nur an der Hinterachse. Das ergibt auch Sinn, da sich die Vorderachslast bei unterschiedlichen Beladungszuständen verhältnismäßig wenig ändert.

Rahmen

Nach meinem Kenntnisstand haben alle Modelle die gleichen U-Längsträger. Teilweise sind in die Ecken in bestimmten Bereichen Winkel eingenietet. Dort kommt es zu massivem, später schädigendem Rost. Ich konnte bisher nicht nachvollziehen, nach welchen Regeln die Winkel verteilt wurden. z.B. hat ein mitellanger 6.90 mit Pritsche diese Winkel, ein langer 9.136 mit Pritsche mit fast 9 m Gesamtlänge hat keinerlei Winkel.

Vorhandene Fahrzeuge und Technik

VW-MAN

VW-MAN 6.90 rot Pritsche

Stand 2017-12 wartet er auf überschaubare Reparatur.

VW-MAN 8.136 blau Pritsche Ladebordwand

Stand 2017-12 wartet er auf überschaubare Reparatur. Er war bis Ende 2016 mehrere Jahre im Einsatz.

VW-MAN 8.136 weiß Pritsche Ladebordwand

Stand 2017-12 wartet er auf umfangreiche Reparatur und Instandsetzung. Eventuell wird er zum Teilelieferanten.

VW-MAN 8.136 beige Isokoffer Doppelkabine

Stand 2017-12 wartet er auf überschaubare Reparatur.

VW-MAN 8.136 blau Kipper

Stand 2017-12 wartet er auf umfangreiche Reparatur und Instandsetzung.

VW-MAN 8.136 weiß Pritsche Frontkran

Stand 2017-12 wartet er auf überschaubare Reparatur.

VW-MAN 9.136 grün Pritsche

Stand 2017-12 ist er zugelassen und im Einsatz.

VW-MAN 9.150 blau Pritsche Heckkran

Stand 2017-12 ist er als Hofkran im Einsatz.

MAN

...

Anhänger

...

Ersatzteillager

VW-MAN 6.90 blau Pritsche

...

VW-MAN 8.136 blau Pritsche Frontkran

...

Volvo FL6 08 weiß Pritsche

...

Renault Midlum 7,5 t 220 PS weiß Pritsche Plane Ladebordwand

Aufgekauft nach einem schweren Unfall wartet dieses EURO3-Fahrzeug auf sinnvolle Verwendung seiner Teile. Transportiert wurde es von VW-MAN 8.136 blau Ladebordwand auf Anänger TL7 Tiefbett-Tieflader. Die sehenswerten Fotos vom Transport sind leider durch eine Computerfehlbedienung verloren gegangen.

Gesuchte Fahrzeuge und Technik

VW-MAN

VW-MAN Feuerwehr TLF

VW-MAN Fahrzeugtransporter

VW-MAN Möbelkoffer ohne/mit Ladebordwand

VW-MAN Kehrmaschine

VW-MAN Dachdeckerkran

VW-MAN Hubsteiger

VW-MAN Tanker

VW-MAN Sattelzugmaschine

VW-MAN mit Topsleeper

VW-MAN 3achser

Solche Umbauten gab es, habe ich selbst gesehen und angefaßt. Ein normales blattgefedertes Fahrgestell mit Koffer war mit einer luftgefederten, ungelenkten Nachlaufachse versehen.

VW-MAN Allrad

VW-MAN Bus

Gab / gibt es das? Den LKW W50 gab es mit Bus-Aufbau. Es gab auch Bus-Sattelauflieger.

Steyr LKW und SZM mit der Kabinenform der VW-MAN


Author: Harun Scheutzow
Last change: 2017-12-09